Deutsche Geschichte der Charts
1953 kam die Musikbox aus den USA nach Deutschland. Damit war es vor allem in öffentlichen Einrichtungen wie zum Beispiel Tanzlokalen oder Kneipen möglich, Musik nach Wunsch abspielen zu lassen - völlig automatisch. Passend zum Gerät gab es damals eine Zeitschrift, die die beliebtesten Hits aus der Musikbox präsentierte. Damit gab es erstmals so etwas wie eine offizielle Hitparade in Deutschland.
Anfang der 1960er wurden die Charts verbessert, denn nun wurden mehrere Quellen zur Erstellung der Hitparaden genutzt. Ging es zunächst nur um die Songs, die von der Musikbox abgespielt wurden, nahm man jetzt auch die Anzahl der im Radio gespielten Songs, die Notenverkäufe an Musiker und die tatsächlichen Verkäufe von Schallplatten zu Hilfe. Ergebnis waren wesentlich detailliertere Charts als zuvor.
Bis 1977 hatten sich die offiziellen Top-50-Charts etabliert. Mit der Firma Media Control etablierte sich in der Folgezeit die Firma am Markt, die auch heute noch für die Erstellung und Verbreitung der Charts sorgt. Seit 2001 werden auch die Verkäufe von Tonträgern über Online-Händler wie zum Beispiel Amazon gezählt. Ab 2007 sind auch die Verkäufe für die Charts maßgeblich, die nicht auf Tonträger, sondern nur im Internet veröffentlicht werden. Diese Maßnahme wurde notwendig, weil Anbieter wie iTunes oder Musicload zu den Verkäufen in Deutschland stark beitragen.